Infoveranstaltung „§175 – Endlich rehabilitiert!“ in Saarbrücken

Kultur- und Werkhof N 19
Nauwieserstraße 19
66111 Saarbrücken

Beginn: 18 Uhr

Georg Roth, Vorsitzender von BISS, stellt die Entschädigungshotline 0800-175 2017 vor und zieht eine Bilanz nach 2 Jahren Opferberatung.

Mit dabei ist Zeitzeuge Klaus Schirdewahn, der von seiner Verfolgung und Rehabilitierung:

»Ich habe mich gefühlt wie ein Schwerverbrecher«, sagt Klaus Schirdewahn. 1965 wurde er nach Paragraf 175 verurteilt, der sexuelle Handlungen zwischen zwei Männern verbot. Die Verhaftung war sein Coming-out. »Ich dachte, die Welt geht unter«, berichtet Schirdewahn. Seine Familie verschwieg seine Homosexualität. Das Gericht verurteilte ihn zu einer zweijährigen Therapie, um »normal zu werden«. Er führte eine Ehe, mit Kind. »Doch am Ende war die Männerliebe größer.«

Erst 1994 wurde der Paragraf 175 endgültig aus bundesdeutschen dem Strafgesetzbuch gestrichen. Zwischen 1950 und 1965 gab es in der Bundesrepublik etwa 45 000 Verurteilungen, erst 2017 hob der Bundestag die Urteile auf. Viele Betroffene erlebten die Rehabilitierung nicht mehr, andere hatten Probleme, die nötigen Nachweise zu bringen. So auch Schirdewahn: »Ich hatte keine Unterlagen mehr. Meine Eltern haben damals alles verschwinden lassen.« Ein Jahr lang schlug er sich mit Hilfe von BISS mit der Staatsanwaltschaft herum, bis seiner Rehabilitierung endlich zugestimmt wurde.

Suche

Wonach möchten Sie suchen?

Kontakt

0221 - 29 49 24 17
biss@schwuleundalter.de

Spenden

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende.
Spenden

Mitglied werden

selbstbewusst und selbstbestimmt
Jetzt Mitglied werden

Newsletter

Tragen Sie hier Ihre E-Mailadresse ein und verpassen Sie keine neuen Beiträge und Termine mehr! Der Newsletter erscheint vier Mal im Jahr.

Projekte werden gefördert vom: